Interview: "Thomas Guhl" - mit PROSCENIUM

Unser Geschäftsleiter Thomas Guhl hat in einem spannenden Interview mit "Proscenium", der Zeitschrift des Schweizer Verbands technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe einen Einblick in die Geschichte der Licht und Ton AG in Schlatt gegeben und verrät dazu auch, welche Aufträge die grösste Herausforderungen mit sich gebracht haben. Wir haben dieses tolle Interview zwischen Thomas Guhl und Iris Abel für Sie in voller Länge zum Nachlesen digitalisiert:


Herr Guhl, Sie verfügen über nahezu 20 Jahre Erfahrung als Unternehmer. Hilft Ihnen das in der aktuell schwierigen Situation?

Meine Aufgabe als Unternehmer ist es, verschiedene Puzzleteile zusammenzufügen. Man muss Bedürfnisse am Markt erkennen und mit den vorhandenen Fachkräften sowie dem richtigen technischen Rüstzeug passende Lösungen anbieten. Die letzten Monate haben gezeigt, dass sich die Bedürfnisse der Kunden schlagartig um 180 Grad drehen können. Nach der Schockstarre Anfang 2020 war es für mich daher wichtig, den Mitarbeitenden eine Perspektive zu bieten, neue Wege aufzuzeigen und sie zu motivieren. Meiner Meinung nach ist das nicht einfach eine Frage des Könnens, sondern vor allem des Wollens und des Müssens. Wer als Unternehmer Verantwortung übernehmen will, muss dieser gerecht werden.



Ist Fachkräftemangel in Ihrem Unternehmen ein Thema? Wenn ja, gibt es Strategien oder Kooperationen, um diesem zu begegnen?

Ja, und dieser Fachkräftemangel wird uns Veranstaltungstechniker sicher noch eine Weile beschäftigen. Nach der erzwungenen Neuorientierung etlicher sehr guter Techniker und Spezialisten wird es schwierig sein, die entstandene Lücke zu schliessen. Viele Branchen konnten sich gegenseitig aushelfen, diese Unterstützung muss unbedingt vertieft werden. Zudem versuchen wir, vor allem im Festinstallationsbereich weitere Spezialisten aus den Baubranchen für uns zu gewinnen.



Würden Sie interessierte Nachwuchskräfte in ihrem Entschluss bestärken, in die Veranstaltungsbranche einzusteigen? Welche Voraussetzungen sollten sie mitbringen?

Wer einen abwechslungsreichen Beruf erlernen möchte, sollte unbedingt den Bildungsweg als Veranstaltungsfachfrau/ -mannEFZ prüfen. Nach dieser vierjährigen Ausbildung stehen viele Türen und Tore offen. Die Voraussetzungen dafür liegen auf der Hand: Man(n) – oder Frau – muss gerne mitanpacken, lernbegierig und offen für Neues sein. Und: Unregelmässige Arbeitszeiten sollten kein Problem darstellen.



Gibt es eine Produktion, ein Projekt, eine Begegnung, die Sie bei Ihrer Arbeit nachhaltig geprägt haben?

Die Radquer-WM 2020 auf dem Flugplatzgelände in Dübendorf, direkt im Anschluss an das WEF in Davos, war sicher eine der grössten Herausforderungen, die mir in Erinnerung geblieben ist. Mir als Technischer Leiter und dem ganzen Team haben die Wetterkapriolen alles abverlangt. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Behörden und den unzähligen involvierten Unternehmen mit ihren Gewerken konnte dieser letzte Event mit mehr als 20 000 Zuschauern vor Corona aber schliesslich ohne nennenswerte Zwischenfälle durchgeführt werden.



Nun gibt es endlich Licht am «Corona Horizont». Wie sehen Sie die Zukunft der Veranstaltungsbranche? Was wünschen Sie sich?

Ich wünsche mir für die Eventbranche und alle direkten und indirekten Zulieferer, dass sich die Durststrecke langsam dem Ende zuneigt, wohlwissend, dass dieGrossveranstaltungen wegen des Planungsvorlaufs erst ab 2022 wieder richtig hochgefahren werden können. Nichtsdestotrotz sollten wir vor allem jetzt, wo wir langsam alle wieder starten dürfen, die wenigen Fachkräfte, die wir noch haben, nicht auch noch zu einem unrealistischen Preis «verschenken».



Und schliesslich: Wen sollen wir in der nächsten Ausgabe verfolgen?

Gerne würde ich Ann-Christin Kotzur von WinklerLivecom vorschlagen. Sie ist Leiterin Personaldisposition und hat wie Vanessa Rösli von Audio Rent sicher auch ganz viel Spannendes aus der jüngsten Zeit zu berichten. Interessant ist bestimmt auch zu erfahren, wie sie sich auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet hat.



Über uns:

Licht und Ton AG

Frauenfelderstrasse 6

8252 Schlatt

+41 52 659 50 00

info@lichtundton.ch




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